Telekom und O2 speichern deine Ortsdaten – und planen damit die Stadt der Zukunft

Hundebesitzer und besorgte Eltern wollen wissen, wo sich ihre Lieblinge aufhalten - und Eheleute, wo sich ihre untreuen Partner herumtreiben. Dazu wird nur ein PC, ein Internetzugang und das zu überwachende Handy benötigt - und ein Dienstleister, der die Überwachung übernimmt.

O2 Handy-Finder: Als O2-Kunde das Handy orten - NETZWELT

Ein ernst gemeintes Angebot? Im Internet bieten inzwischen eine Vielzahl verschiedener Unternehmen die Handyortung als Dienstleistung an. Selbst der Netzbetreiber O2 mit insgesamt 10,1 Millionen Kunden hat einen eigenen Dienst, um verschwundene Handys wieder aufzufinden.

Der Vorgang ist dabei in der Regel derselbe: Das Handy wird bei dem Dienstleister und dem jeweiligen Netzbetreiber zur Ortung freigeschaltet. Denn prinzipiell funktioniert so etwas in Deutschland nur, wenn der Überwachte sein Einverständnis erklärt. Problematisch wird es dagegen immer dann, wenn Menschen ohne ihr Wissen überwacht werden.

eSIM: Vorteile und Nachteile

Das ist relativ einfach zu machen: In Familien fällt es kaum auf, wenn jemand ein Handy für eine kurze Zeit unter Verschluss hält. Man wartet die Bestätigung ab und schon ist die Kontrolle allgegenwärtig. Ist das Gerät erstmal angemeldet, reicht ein Besuch auf der Webseite des Dienstleisters und man erfährt sofort den Aufenthaltsort.

Dann könnte mit einer Peilung von mehreren Punkten der Standort des Handys sehr genau ermittelt werden.

Auf dem Land kann die Abweichung schon mal mehrere Kilometer ausmachen, was die Anwendung mehr oder weniger nutzlos macht. Die Kontrolle per Handy hat - nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten - inzwischen Konjunktur. Jackmobile etwa ist seit mit seinem Ortungsdienst "track your kid" im Geschäft, aber erst in den letzten beiden Jahren ist die Kundenzahl auf Die rechtlichen Fragen scheinen geklärt. Wer einen solchen Dienst nutzt, der sollte seine Kinder immer darüber informieren.

Die "Welt am Sonntag" fragte bei Mobilfunkanbietern nach, wie sie es inzwischen mit der Datenspeicherung halten. Rechtlich ist die Lage eindeutig.

Sony Ericsson Handyspiele

Gespeichert werden sollen Daten, die zur Abrechnung nötig sind. Juli werden wir den Speicherzeitraum von Mobilfunkverkehrsdaten von 30 auf 7 Tage reduzieren. Damit speichert der Anbieter die Daten von allen Netzbetreibern am längsten. Der Konzern speichere "die Daten genau bis zwei Monate nach Rechnungsstellung, denn so lange haben unsere Kunden Zeit, bei offenen Fragen zu widersprechen".

Die Cell-ID werde ebenso lange zu Abrechnungszwecken gespeichert, sie sei notwendig, um etwa Fragen zum Auslands-Roaming zu klären, wenn sich der Nutzer in einem Grenzgebiet zwischen deutschem und ausländischem Anbieter bewege. Jedoch haben längst nicht alle O2-Tarife eine solche Funktion.

Auch die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde der Mobilfunker ist von deren Verteidigung nicht überzeugt, sie antwortete den Firmen: "Die Speicherung des Standorts ist nur bei standortabhängigen Tarifen zulässig. Konsequenzen müssen die Firmen vorerst nicht fürchten: Die Behörde will zunächst mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten einen Leitfaden zur Verbindungsdatenspeicherung erstellen — wann der fertig ist, ist unklar.

O2 Handy-Finder: Als O2-Kunde das Handy orten

Das Programm kombinierte lediglich frei verfügbare Daten: Facebook lieferte Bilder und Beziehungsstatus der Mädels, das geolokale Netzwerk Foursquare ihren Aufenthaltsort — heraus kam jedes Datenschützers Albtraum. Die Zahl der Apps und Anwendungen, die diese Daten benötigen, steigt schnell — und mit ihr die Anzahl der User, die so ihren Aufenthaltsort zuverlässig verraten.

Beide Programme sind veritable Spionageprogramme, mit denen etwa eifersüchtige Nutzer ihren Lebenspartnern nachstellen können. Apple gibt an, diese Daten auch selbst anonymisiert für die "Verbesserung der eigenen Angebote" zu verwenden. Doch oft wird einfach durchgewinkt, denn wofür die App den Zugang benötigt, muss nicht verraten werden.

Dynamisches Routermenü

Werbetreibende wollen dem Nutzer zu seinem Standort passende Anzeigen liefern. Netzbetreiber sammeln die Positionsdaten, um ihre Netze zu optimieren. Navigationsapps können am Aufenthaltsort ihrer Nutzer sehen, wo Staus sind. Er fordert die Anbieter auf, ihre Nutzer besser zu informieren, welche Standortdaten für welchen Zweck erhoben werden und wie lange die Daten dann gespeichert werden.

Geldanlage Immobilien Verbraucher Podcast Börse. Die günstigsten Tarife für Handy-Surfer. Der Tarif kommt ohne Vertragslaufzeit aus. Quelle: McSIM. Quelle: DeutschlandSIM. Quelle: maxxim. Buchen Sie optional eine Allnet-Flat für ebenfalls 9,95 Euro monatlich hinzu.